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Wie wird ein Herzultraschall gemacht? Alles über Ablauf, Vorbereitung und Ergebnisse

Lukas Fuchs vor 2 Monaten Körperliche Untersuchung 3 Min. Lesezeit

Sie fragen sich, wie ein Herzultraschall abläuft und was Sie dabei erwartet? Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Einblick in die Echokardiographie – von der Vorbereitung bis zur Auswertung. Erfahren Sie alles über die verschiedenen Methoden und was die Ergebnisse bedeuten.

Was ist ein Herzultraschall (Echokardiographie)?

Der Herzultraschall, auch Echokardiographie genannt, ist eine nicht-invasive Untersuchungsmethode, die hochfrequente Schallwellen nutzt, um detaillierte Bilder des Herzens zu erzeugen. Diese Bilder ermöglichen es Ärzten, die Struktur und Funktion des Herzens zu beurteilen, einschließlich der Herzklappen, der Herzkammern und des Herzmuskels. Die Echokardiographie ist ein wichtiges diagnostisches Werkzeug in der Kardiologie.

Warum wird ein Herzultraschall durchgeführt?

Ein Herzultraschall wird aus verschiedenen Gründen durchgeführt, darunter:

  • Beurteilung von Herzklappenfehlern: Erkennen von Verengungen oder Undichtigkeiten.
  • Untersuchung der Herzmuskelfunktion: Feststellung der Pumpleistung und Erkennung von Schäden nach einem Herzinfarkt.
  • Diagnose von Herzinsuffizienz: Beurteilung der Herzstruktur und -funktion.
  • Erkennung von angeborenen Herzfehlern: Identifizierung von Anomalien bei der Geburt.
  • Beurteilung von Flüssigkeitsansammlungen: Erkennung von Flüssigkeit um das Herz (Perikarderguss).

Wie läuft ein Herzultraschall ab? Die verschiedenen Methoden

Es gibt verschiedene Arten von Herzultraschalluntersuchungen, die je nach Fragestellung und Patientenzustand eingesetzt werden:

1. Transthorakale Echokardiographie (TTE)

Die TTE ist die häufigste Form des Herzultraschalls. Hierbei wird ein Schallkopf auf die Brust des Patienten aufgesetzt. Der Schallkopf sendet Ultraschallwellen aus, die vom Herzgewebe reflektiert werden. Diese Reflexionen werden dann in Bilder umgewandelt. Der Patient liegt während der Untersuchung meist auf der linken Seite.

Ablauf:

  1. Der Oberkörper des Patienten wird freigemacht.
  2. Elektroden für ein EKG werden angebracht, um die Herzaktivität zu überwachen.
  3. Ein Gel wird auf die Brust aufgetragen, um den Kontakt zwischen Schallkopf und Haut zu verbessern.
  4. Der Arzt bewegt den Schallkopf über verschiedene Bereiche der Brust, um Bilder aus verschiedenen Blickwinkeln zu erhalten.

2. Transösophageale Echokardiographie (TEE)

Bei der TEE wird ein spezieller Schallkopf über die Speiseröhre in den Körper eingeführt. Da die Speiseröhre direkt hinter dem Herzen liegt, ermöglicht diese Methode eine detailliertere Darstellung des Herzens, insbesondere der Herzklappen. Die TEE wird oft eingesetzt, wenn die Bilder der TTE nicht ausreichend aussagekräftig sind.

Ablauf:

  1. Der Patient erhält eine örtliche Betäubung des Rachens, um den Würgereiz zu reduzieren.
  2. In einigen Fällen wird ein Beruhigungsmittel verabreicht.
  3. Der Schallkopf wird vorsichtig über die Speiseröhre eingeführt.
  4. Der Arzt bewegt den Schallkopf, um Bilder aus verschiedenen Positionen zu erhalten.

3. Stressechokardiographie (Belastungs-Echo)

Die Stressechokardiographie wird durchgeführt, um zu beurteilen, wie das Herz unter Belastung funktioniert. Dies kann durch körperliche Anstrengung (z.B. auf einem Fahrradergometer oder Laufband) oder durch die Gabe von Medikamenten erreicht werden, die das Herz schneller schlagen lassen.

Ablauf:

  1. Zunächst wird ein Ruhe-Echo durchgeführt.
  2. Der Patient wird dann belastet (körperlich oder medikamentös).
  3. Während der Belastung werden regelmäßig Echobilder aufgenommen, um die Veränderungen der Herzfunktion zu beurteilen.

4. Kontrastmittel-Echokardiographie

Bei dieser Methode wird ein spezielles Kontrastmittel in die Blutbahn injiziert, um die Bildqualität zu verbessern. Das Kontrastmittel besteht aus kleinen Bläschen, die die Ultraschallwellen reflektieren und so eine klarere Darstellung ermöglichen.

Wie bereitet man sich auf einen Herzultraschall vor?

Die Vorbereitung auf einen Herzultraschall ist in der Regel unkompliziert:

  • Transthorakale Echokardiographie (TTE): Keine spezielle Vorbereitung erforderlich.
  • Transösophageale Echokardiographie (TEE): Der Patient sollte nüchtern sein (mindestens 6 Stunden vor der Untersuchung nichts essen oder trinken). Medikamente können in der Regel mit etwas Wasser eingenommen werden.
  • Stressechokardiographie: Der Arzt wird spezifische Anweisungen geben, z.B. das Absetzen bestimmter Medikamente.

Es ist wichtig, den Arzt über alle eingenommenen Medikamente und bestehenden Allergien zu informieren.

Was passiert nach dem Herzultraschall?

Nach einem transthorakalen Herzultraschall können Sie Ihren normalen Aktivitäten sofort wieder nachgehen. Nach einer transösophagealen Echokardiographie kann es sein, dass Sie sich aufgrund der Betäubung oder des Beruhigungsmittels etwas benommen fühlen. Sie sollten daher für den Rest des Tages nicht Auto fahren oder schwere Maschinen bedienen. Nach einem Stressecho kann es sein, dass Sie sich kurzzeitig erschöpft fühlen.

Wie werden die Ergebnisse interpretiert?

Die Ergebnisse des Herzultraschalls werden von einem Kardiologen ausgewertet. Der Arzt beurteilt die Größe und Form des Herzens, die Funktion der Herzklappen, die Dicke des Herzmuskels und die Pumpleistung des Herzens. Auffälligkeiten können auf verschiedene Herzerkrankungen hinweisen.

Mögliche Befunde:

  • Herzklappenfehler: Verengung (Stenose) oder Undichtigkeit (Insuffizienz) einer Herzklappe.
  • Herzinsuffizienz: Verminderte Pumpleistung des Herzens.
  • Kardiomyopathie: Erkrankung des Herzmuskels.
  • Perikarderguss: Flüssigkeitsansammlung um das Herz.
  • Angeborene Herzfehler: Anomalien in der Struktur des Herzens.

Risiken und Komplikationen

Der Herzultraschall ist eine sehr sichere Untersuchungsmethode. Bei der transthorakalen Echokardiographie sind keine Risiken bekannt. Bei der transösophagealen Echokardiographie kann es in seltenen Fällen zu Reizungen der Speiseröhre kommen. Bei der Stressechokardiographie besteht ein geringes Risiko für Herzrhythmusstörungen oder Angina pectoris.

Fazit

Der Herzultraschall ist ein wertvolles diagnostisches Werkzeug zur Beurteilung der Herzstruktur und -funktion. Die Untersuchung ist in der Regel schmerzfrei und risikoarm. Die Ergebnisse liefern wichtige Informationen für die Diagnose und Behandlung von Herzerkrankungen. Wenn Sie weitere Fragen zum Herzultraschall haben, sprechen Sie mit Ihrem Arzt.

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