Belastungs EKG GOÄ: so rechnen Sie die Ergometrie korrekt ab
Wenn ich das belastungs ekg goä sauber abrechnen will, denke ich in drei Fragen: Was wurde gemacht? Wie wurde dokumentiert? Welche Ziffer passt wirklich? Genau daran scheitern viele Abrechnungen. Nicht an der Medizin, sondern an der Logik dahinter.
Belastungs EKG GOÄ: Was ist damit genau gemeint?
Mit dem Belastungs EKG GOÄ ist in der Regel die GOÄ-Ziffer 652 gemeint. Sie steht für die Ergometrie, also die elektrokardiographische Untersuchung unter Belastung, mit mindestens neun Ableitungen. Wichtig: Es geht nicht um irgendein kurzes EKG unter Stress, sondern um die definierte Leistung nach GOÄ.
Das heißt für mich in der Praxis:
- Ruhe-EKG allein ist nicht automatisch Belastungs-EKG.
- Belastung muss tatsächlich stattgefunden haben.
- Dokumentation muss die Leistung eindeutig belegen.
Belastungs EKG GOÄ: Welche Ziffer ist relevant?
Für das belastungs ekg goä ist die Kernziffer in der Regel 652. Wenn Sie die reine EKG-Untersuchung in Ruhe abrechnen, landen Sie bei anderen GOÄ-Ziffern. Genau hier passieren die häufigsten Fehler: Ruhe-EKG und Belastungs-EKG werden verwechselt oder doppelt falsch angesetzt.
Die Basis für die Einordnung finden Sie direkt in der GOÄ der Bundesärztekammer. Wenn Sie mit dem Regelwerk arbeiten, sparen Sie Zeit und Diskussionen.
Belastungs EKG GOÄ: Was muss dokumentiert sein?
Ich will bei der Abrechnung keine Fantasie, ich will Belege. Bei der Belastungs-EKG-Abrechnung sollte die Akte klar zeigen, dass die Leistung vollständig erbracht wurde.
- Indikation für die Ergometrie
- Belastungsstufe bzw. Belastungsart
- Beginn und Ende der Untersuchung
- EKG-Dokumentation mit mindestens neun Ableitungen
- Abbruchgrund, falls die Belastung nicht bis zum Ziel durchgeführt wurde
- Messwerte wie Puls, Blutdruck und relevante Symptome
Mein Prinzip: Wenn es nicht in der Dokumentation steht, war es abrechnungstechnisch schwerer zu beweisen.
Belastungs EKG GOÄ: Häufige Abrechnungsfehler
Die meisten Probleme sind banal. Genau deshalb sind sie teuer. Diese Fehler sehe ich am häufigsten:
- Falsche Ziffer angesetzt, weil Ruhe- und Belastungs-EKG verwechselt wurden
- Zu wenig Ableitungen dokumentiert
- Belastung nicht eindeutig nachgewiesen
- Leistung nur teilweise erbracht, aber voll berechnet
- Unklare Kombinationsabrechnung mit anderen EKG-Leistungen
Wenn Sie sauber arbeiten wollen, gilt: erst Leistung prüfen, dann Ziffer wählen, dann dokumentieren.
Belastungs EKG GOÄ: Darf ich zusätzlich andere Leistungen abrechnen?
Ja, manchmal schon. Aber nicht blind. Sie müssen prüfen, ob Leistungen nebeneinander berechnungsfähig sind oder ob die GOÄ eine doppelte Abrechnung ausschließt. Das ist kein Bereich für Bauchgefühl.
Hilfreich ist der Blick auf die kardiologischen Abrechnungsregeln und Fachinformationen. Eine gute praxisnahe Übersicht bietet der GOÄ-Ratgeber im Ärzteblatt. Auch der Artikel von Ärzte Zeitung / ArztWirtschaft zur Belastungs-EKG-Abrechnung ist für die Einordnung nützlich.
Belastungs EKG GOÄ: Wie hoch ist das Honorar?
Das Honorar hängt vom Steigerungsfaktor ab. Die GOÄ gibt den Rahmen vor, aber der Endbetrag variiert je nach Faktor. Das ist in der Praxis wichtig, weil der wirtschaftliche Unterschied schnell relevant wird.
Als Orientierung können Sie die Ziffernübersichten nutzen, zum Beispiel bei MedBill zur GOÄ 652 oder MonkeyMed zur GOÄ 652. Ich nutze solche Übersichten nur als Hilfe. Verbindlich bleibt die GOÄ selbst.
Belastungs EKG GOÄ: So mache ich es in der Praxis richtig
Wenn ich ein belastungs ekg goä korrekt abrechnen will, arbeite ich nach einem einfachen Prozess:
- Leistung prüfen: Wurde wirklich eine Ergometrie durchgeführt?
- Dokumentation checken: Sind Belastung, Ableitungen und Verlauf nachvollziehbar?
- Ziffer festlegen: Passt die GOÄ 652 wirklich zur Leistung?
- Kombinationen prüfen: Gibt es Ausschlüsse oder Besonderheiten?
- Abrechnung sauber formulieren: Kurz, eindeutig, ohne Interpretationsspielraum.
Das spart mir Rückfragen, Korrekturen und Honorarausfälle. Und genau darum geht es.
Belastungs EKG GOÄ: Typische Fragen aus der Praxis
Wann ist die GOÄ 652 nicht passend?
Wenn keine echte Belastungsuntersuchung mit den geforderten Ableitungen vorliegt. Ein normales Ruhe-EKG ist etwas anderes.
Was mache ich bei abgebrochener Belastung?
Dann dokumentiere ich den Grund sauber. Ob und wie die Leistung abrechenbar ist, hängt vom konkreten Leistungsumfang ab. Hier entscheidet die belegte Durchführung, nicht der Wunschbetrag.
Ist die Dokumentation wirklich so wichtig?
Ja. Ohne saubere Dokumentation gibt es keine belastbare Abrechnung. Das ist kein Bürokratie-Problem, sondern ein Umsatz-Thema.
Belastungs EKG GOÄ: Meine kurze Checkliste
- GOÄ 652 prüfen
- Belastung eindeutig dokumentieren
- mindestens neun Ableitungen sicherstellen
- Ruhe- und Belastungsanteil sauber unterscheiden
- Kombinationsfähigkeit mit anderen Leistungen prüfen
- Steigerungsfaktor sinnvoll begründen
Wenn Sie diese Punkte sauber abarbeiten, wird das belastungs ekg goä deutlich einfacher. Weniger Streit, weniger Korrekturen, mehr Klarheit. Genau so sollte Abrechnung laufen: klar, belegbar und ohne Drama.
Belastungs EKG GOÄ bleibt am Ende einfach: richtige Leistung, richtige Ziffer, saubere Dokumentation.