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Gesichtsfelduntersuchung: Alles, was Sie über Perimetrie wissen müssen

Lukas Fuchs vor 3 Monaten Funktionsdiagnostik 3 Min. Lesezeit

Haben Sie das Gefühl, dass Sie nicht mehr alles sehen, was um Sie herum passiert? Oder hat Ihr Augenarzt eine Gesichtsfelduntersuchung empfohlen? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über die Perimetrie – von der Vorbereitung bis zur Interpretation der Ergebnisse.

Was ist eine Gesichtsfelduntersuchung (Perimetrie)?

Die Gesichtsfelduntersuchung, auch Perimetrie genannt, ist ein diagnostisches Verfahren, das dazu dient, das gesamte Sehfeld eines Auges zu beurteilen. Das Sehfeld umfasst den Bereich, den ein Auge wahrnehmen kann, während es auf einen bestimmten Punkt fixiert ist. Die Untersuchung hilft, eventuelle Ausfälle oder Einschränkungen im Gesichtsfeld zu erkennen, die auf verschiedene Erkrankungen hindeuten können.

Warum wird eine Gesichtsfelduntersuchung durchgeführt?

Eine Gesichtsfelduntersuchung wird aus verschiedenen Gründen durchgeführt, hauptsächlich zur:

  • Früherkennung von Glaukom (Grüner Star): Glaukom schädigt den Sehnerv und führt oft zu peripheren Gesichtsfeldausfällen, bevor Symptome bemerkt werden.
  • Beurteilung von Netzhauterkrankungen: Erkrankungen wie Retinitis pigmentosa können das Gesichtsfeld beeinträchtigen.
  • Diagnose neurologischer Erkrankungen: Schlaganfälle, Tumore oder Multiple Sklerose können Gesichtsfeldausfälle verursachen.
  • Überwachung des Krankheitsverlaufs: Bei bereits diagnostizierten Erkrankungen kann die Perimetrie helfen, den Fortschritt zu überwachen und die Behandlung anzupassen.
  • Eignungsprüfung: Für bestimmte Berufe (z.B. LKW-Fahrer) oder Führerscheinklassen ist eine intaktes Gesichtsfeld erforderlich.

Wie läuft eine Gesichtsfelduntersuchung ab?

Es gibt verschiedene Arten der Gesichtsfelduntersuchung, die gängigsten sind:

1. Statische Perimetrie

Bei der statischen Perimetrie (z.B. computergesteuerte Perimetrie) sitzen Sie vor einem Gerät (Perimeter), in dem sich eine Halbkugel befindet. Sie fixieren einen Punkt in der Mitte. Während der Untersuchung werden in unterschiedlichen Bereichen der Halbkugel Lichtpunkte unterschiedlicher Helligkeit präsentiert. Sie drücken einen Knopf, sobald Sie einen Lichtpunkt wahrnehmen. Das Gerät misst, welche Lichtpunkte Sie in welchem Bereich Ihres Gesichtsfeldes erkennen können.

2. Kinetische Perimetrie (Goldmann-Perimetrie)

Hier wird ein beweglicher Lichtpunkt von außen nach innen in das Gesichtsfeld geführt. Sie signalisieren, sobald Sie den Lichtpunkt sehen. Diese Methode wird seltener eingesetzt, kann aber in bestimmten Fällen nützlich sein.

Vorbereitung auf die Gesichtsfelduntersuchung

In der Regel sind keine speziellen Vorbereitungen erforderlich. Informieren Sie Ihren Arzt über eventuelle Medikamente, die Sie einnehmen, und ob Sie Kontaktlinsen tragen. Es ist wichtig, ausgeruht zur Untersuchung zu kommen und sich gut zu konzentrieren. Sollten Sie eine Brille tragen, bringen Sie diese bitte zur Untersuchung mit, da sie eventuell während des Tests benötigt wird.

Was bedeuten die Ergebnisse der Gesichtsfelduntersuchung?

Die Ergebnisse der Perimetrie werden in einem Diagramm dargestellt, das das Gesichtsfeld abbildet. Ausfälle im Gesichtsfeld werden als dunkle Flecken oder Bereiche dargestellt. Ihr Augenarzt wird die Ergebnisse interpretieren und Ihnen erklären, welche Bedeutung sie für Ihre Augengesundheit haben.

Mögliche Befunde können sein:

  • Skotome: Umschriebene Ausfälle im Gesichtsfeld.
  • Gesichtsfeldeinschränkungen: Verkleinerung des gesamten Gesichtsfeldes.
  • Quadranten- oder Hemianopsie: Ausfall eines Viertels oder der Hälfte des Gesichtsfeldes, oft durch neurologische Ursachen bedingt.

Was kostet eine Gesichtsfelduntersuchung?

Die Kosten für eine Gesichtsfelduntersuchung variieren je nach Art der Untersuchung und der Praxis. In der Regel wird die Untersuchung von den Krankenkassen übernommen, wenn sie medizinisch notwendig ist. Fragen Sie im Zweifelsfall vorher bei Ihrer Krankenkasse nach.

Fazit

Die Gesichtsfelduntersuchung ist ein wichtiges Instrument zur Früherkennung und Überwachung verschiedener Augenerkrankungen und neurologischer Erkrankungen. Sollte Ihr Augenarzt Ihnen eine Perimetrie empfehlen, zögern Sie nicht, diese durchführen zu lassen. Eine frühzeitige Diagnose kann helfen, das Sehvermögen langfristig zu erhalten.

Häufige Fragen zur Gesichtsfelduntersuchung

  • Ist die Gesichtsfelduntersuchung schmerzhaft? Nein, die Untersuchung ist völlig schmerzfrei.
  • Wie lange dauert eine Gesichtsfelduntersuchung? Eine Untersuchung dauert in der Regel 15-30 Minuten pro Auge.
  • Muss ich mich auf die Untersuchung vorbereiten? In der Regel sind keine besonderen Vorbereitungen notwendig.
  • Kann ich nach der Untersuchung selbst Auto fahren? Ja, in der Regel können Sie nach der Untersuchung selbst Auto fahren. Sollten Sie pupillenerweiternde Tropfen erhalten haben, ist das Autofahren jedoch möglicherweise eingeschränkt. Fragen Sie Ihren Arzt.

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